Beide Systeme fördern verantwortungsvolle Forstwirtschaft, unterscheiden sich jedoch in Governance, Kriterien und regionaler Verankerung. Entscheidend ist nicht nur das Label, sondern die konkrete Produktkette: Wird die Zertifizierung über Chain-of-Custody lückenlos nachgewiesen? Passen Waldmanagement und Herkunft zum Projektkontext? Durch Gespräche mit Lieferanten, Auditberichte und plausible Mengenbilanzen lässt sich Sicherheitsgefühl gewinnen. In einem Möbelprojekt ermöglichte die Kombination aus FSC-zertifizierter Eiche und klar dokumentierter Verarbeitung eine reibungslose Freigabe im Rahmen anspruchsvoller Nachhaltigkeitsziele.
Textilsiegel unterscheiden sich bei Chemikalienverboten, Rückverfolgbarkeit, Sozialkriterien und Prüfintensität. GOTS deckt die gesamte Kette von Faser bis Konfektion ab, das EU Ecolabel fokussiert Umweltkriterien über den Lebenszyklus, OEKO-TEX liefert gesundheitliche Sicherheit durch strenge Schadstoffprüfungen. Wählen Sie bewusst je nach Anforderung: hautsympathische Bezüge, robuste Teppiche oder akustisch wirksame Paneele. Ein Büroprojekt kombinierte GOTS-Bezüge mit OEKO-TEX geprüftem Schaum und erreichte spürbar bessere Akzeptanz bei sensibilisierten Nutzern mit klaren, nachvollziehbaren Nachweisen.